UMTS – Internet für unterwegs und als DSL Alternative

UMTS ist inzwischen eine gute Sache und wird auch mehr und mehr für Privatpersonen erschwinglich. Wo vor einem Jahr noch pro Megabyte oder pro angefangener Minute horende Preise bezahlt werden mussten, gibt es inzwischen auch Flatrates. Aber auch hier ist Vorsicht geboten.

Manche Anbieter schreiben zwar Flatrate auf ihr Produkt, aber in Wirklichkeit sind nur 5 Gigabyte frei. Die einzige wirkliche Flatrate im Moment wird wohl über das E-Plus-Netz angeboten. So zum Beispiel von Base. Allerdings ist E-Plus mit dem HSDPA-Ausbau noch nicht so weit wie die Konkurrenz. HSDPA ist der Standard für schnelles UMTS. Hier sind Bandbreiten von bis zu 3,6 MBit möglich. Teilweise sogar schon 7,2 MBit. Wobei der normale UMTS-Standard nur 384 kBit/s bietet. Und das entspricht gerade einmal einem DSL-Light-Anschluss bzw. 6-facher ISDN-Geschwindigkeit.

Wer kein DSL bekommen kann, fährt mit der 6-fachen ISDN-Geschwindigkeit und einer FLatrate zwar gut und günstig, aber eine echte Alternative ist es im Web 2.0, in dem der Videostream quasi zur Tagesordnung gehört, eher nicht. Und wer außerhalb des DSL-Versorgungsgebiets wohnt, sollte auch bei UMTS genauestens prüfen, ob dieses verfügbar ist. Ist kein UMTS verfügbar, surft man normalerweise über GPRS. Die maximale Bandbreite hier liegt zwar im Optimalfall bei rund 170 kBit/s, also in etwa der dreifachen ISDN-Geschwindigkeit. Aber in der Praxis sind dann eher Bandbreiten um die 50 kBit/s zu sehen, was nicht ganz an die ISDN-Geschwindigkeit rankommt. Natürlich ist es besser als nichts – und mobil ist man immernoch mit seinem Internet – aber durch den schleppenden Seitenaufbau kann man beim Surfen doch schnell die Nerven verlieren. Schnell die Mails checken ist kein Problem – solange keine großen E-Mail dabei sind – zum Beispiel mit Bildern oder sonstigen großen Dateianhängen.

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